500 Antifaschisten gegen rechte Gewalt (PM vom 23.02.2014)

Am Samstag denn 22.2. gingen im mittelhessischen Dautphetal knapp 500 Menschen unter dem Motto „Rassismus tötet! Gegen rechte Gewalt!“ auf die Straße. Anlass war die rassistisch motivierte Brandstiftung an dem Haus einer Familie mit türkischem Hintergrund im Jahr 2008. Die antifa gruppe 5, welche zu der Demonstration aufrief, wollte sowohl an die unaufgeklärte Tat, als auch an alltägliche rechte Gewalt errinnern.

„Die Demonstration war ein voller Erfolg. Fast 500 Menschen haben sich mit den Betroffenen rechter Gewalt solidarisiert und an das Problem Rassismus erinnert!“, resümiert Sophia Stern.

Die Demonstration ging auf verschiedene Vorfälle von rechter Gewalt in der Region ein. Die Kritik blieb nicht nur bei den Neonaziübergriffen stehen. In Redebeiträgen und auf Transparenten wurde der alltägliche und staatliche Rassismus angeprangert, seien es Abschiebungen oder Polizeikontrollen die nach Hautfarbe sortieren.

„Knapp 500 Menschen haben heute laut auf die Straße getragen: Rassismus ist nicht nur ein Problem von glatzköpfigen Nazis, das gibt es auch in der sogenannten „Mitte der Gesellschaft“. Und wenn RassistInnen zuschlagen muss man dafür sorgen dass sie es nicht noch einmal tun!“

Die Demonstration verlief ohne nennenswerte Störungen. Wieso die Polizei ein Großaufgebot an die Hinterlandhalle abseits der Route aufstellte, Kamerawagen und viele Zivilbeamte einsetzte ist den Veranstaltern ein Rätsel.

Antifa mobilisiert für Demonstration am Samstag (PM vom 19.02.2014)

Seit Wochen sind in Marburg und Umgebung vermehrt Plakate und Aufkleber mit einem Streichholz als Motiv zu sehen. Grund ist eine am 22. Februar stattfindende Demonstration unter dem Motto „Rassismus tötet – Gegen rechte Gewalt“.

In der Gemeinde Dautphetal im Kreis Marburg Biedenkopf in Hessen kam es 2008 zu einem Brandanschlag auf ein von einer türkischen Familie bewohntes Haus.

Während die Polizei von einem möglichen rechten Hintergrund der Tat spricht ist sich Sophia Stern, Pressesprecherin der antifa gruppe 5 sicher: „Der Brandanschlag wurde von Rassisten verübt, das kann niemand verleugnen. Rechte Gewalt ist in der Region kein Einzelfall, wir wollen dem etwas entgegensetzen, daran erinnern.“

Bereits im Vorfeld der geplanten Demonstration kam es in Lich, (Kreis Gießen) und Marburg zu Kundgebungen unter dem Motto „Rassismus tötet!“. Bei Informationsveranstaltungen in Marburg, Gießen, Kassel und Frankfurt warb die Gruppe für ihr Anliegen.

Dies scheint ihr bereits gelungen zu sein – neben verschiedenen Antifa-Gruppen wird ihr Aufruf auch von der Kreistagsfraktion der Partei Die Linke, sowie der verdi.Jugend Mittelhessen unterstützt. Stern: „Wir freuen uns natürlich über die positive Resonanz, die der Aufruf hervorgebracht hat und hoffen auf eine große und erfolgreiche Demonstration. Dass sich so viele Menschen solidarisch gegen Rassismus zeigen ist ein gutes Zeichen.“

Die Demonstration startet um 15 Uhr am Bahnhof Friedensdorf (Lahn), es werden rund 200 Personen erwartet. Die Veranstalter erwarten von der hessischen Polizei dass sie die Versammlung nicht durch willkürliche Angriffe oder Behinderungen angreifen möchte. Alle Informationen finden Sie im Internet unter http://dautphetal.blogsport.de

Antifa kündigt Demonstration an (PM vom 15.01.2014)

Am 22.2.14 wird im mittelhessischen Dautphetal um 15 Uhr eine Demonstration gegen rechte Gewalt stattfinden. Treffpunkt der Demonstration ist der Bahnhof Friedensdorf. Es werden rund 150 Personen erwartet.

Die Demonstration unter dem Motto „“Rassismus tötet – Demonstration gegen rechte Gewalt“ richtet sich gegen die alltägliche Gewalt die von Neonazis ausgeht, auch im ländlichen Raum. Das Datum und der Ort wurden nicht willkürlich ausgewählt, 2008 gab es einen Brandanschlag von Neonazis auf ein Wohnhaus von Bürgern mit türkischem Hintergrund.

„Wir rufen zu dieser Demonstration auf, da Neonazigewalt alltäglich ist und zudem nicht im luftleeren Raum entsteht – Sarrazin und Co. schaffen ein gesellschaftliches Klima das Neonazis zu solchen Taten motiviert. Zudem halten wir das Verhalten der Polizei für typisch unmotiviert wenn es um rechte Gewalt geht – nach dem Brandanschlag konnte von Fahndungsdruck auf die Neonaziszene keine Rede sein, die Täter wurden nie gefasst. Und nicht zuletzt wurde erst vor kurzem von rechten Jugendlichen ein Asylbewerberheim in Wohratal angeriffen.“, so Stern.

Die Demonstration soll die Erinnerung wachhalten, dass Neonazigewalt in der BRD und auch in Marburg Biedenkopf keine Seltenheit ist und eine politische Antwort auf die Angriffe in Wohratal darstellen. Es sich mit allen Mitteln gegen Neonazis zu stellen . Alle Informationen zur Demonstration sowie der gesamte Aufruf können unter http://dautphetal.blogsport.de abgerufen werden.